Die große Lawine von 1917

Magdalena Kerschbaumer, von 1895 bis 1932 Mar-Bäuerin in Tresdorf, schrieb ihrem Mann Franz Kerschbaumer, der im Ersten Weltkrieg bei der k. u. k. Armee als Soldat diente, am 2. Jänner 1917 in einem Brief unter anderem folgende Zeilen: ,,Mit der Arbeit am Hof geht es wohl fein schlecht vor lauter schlechten Wetter. So wie es früher tagelang geschnien hat, tut es jetzt immer regnen. Am Neujahrstag ist jetzt eine Lawine abgegangen, sie hat zum Glück doch nicht viel Schaden angerichtet. Kastner Mühle und Hanslbauer Mühle sind aber gänzlich vernichtet, Paulers Mühle erlitt weniger Schaden. Bei der Plaschnig Mühl blieb die Lawine stehen. Der ganze Graben aufen ist alles haustief verschüttet. Es sind wohl so furchbare Schneemassen. Jetzt sind wir Gottseidank hier im Dorf sicher. Über diesen Schneehaufen mag nichts mehr herunter, sie muß jetzt entweder in das Plaschnig Feld, oder auf die eine Seite."

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